Zu Vermeiden

„Du bist was du isst!“

Immer wieder hört man diesen Satz, der heute schon von vielen verbessert „Du bist, was du verdaust!“ genannt wird und damit die Wichtigkeit unserer Darmfunktion mit einschließt.

Vorsicht: diese Lebensmittel sind besonders schädlich!

Gerade für Menschen mit einem hohen Risikoprofil für Herzkreislauferkrankungen, gibt es allerdings einige Lebensmittel, die sich besonders negativ auswirken.

Sie fördern und beschleunigen die Bildung von Plaques in den Arterienwänden und stehen damit der heilenden Kraft der vollwertig pflanzlichen Ernährung im Weg.

Die meisten dieser Lebensmittel sind der Gesundheit auch im allgemeinen abträglich.

Besonders schädlich sind:

  • gehärtete Fette ( = Transfette) in verarbeiteten Lebensmitteln und Margarine
  • gesättigte Fettsäuren tierischen Ursprungs (z.B. aus Milchprodukten, Eiern, Fleisch oder Fisch)
  • ballaststoffarme, kalorienreiche Lebensmittel (wie z.B. raffinierte Getreideprodukte oder Zucker), sie lassen den Insulinspiegel enorm schnell ansteigen
  • Carnitin- und Cholin-haltige Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Eier), da sie zur Bildung von TMAO und damit zur Oxidierung des Cholesterins führen

Manche Lebensmittel können für herzgesunde Menschen gesund oder neutral sein wie zum Beispiel hochwertige Öle oder Lebensmittel wie Schokolade, die zwar viele gesättigte Fettsäuren enthalten, aber gleichzeitig viele andere gesunde Zutaten aufweisen.

Individuell anpassen!

Menschen, die bereits an einer Herzerkrankung leider und/oder einen extrem hohen Cholesterinspiegel haben sollten sich anders ernähren, als Menschen, die ihre Ernährung aus Gründen der Prävention gesund gestalten möchten.

So kann Atherosklerose sich zurückbilden

https_7geewellness.files.wordpress.com201404blockage
Beispiel Angiographie der Herzkranzgefäße mit Block

Prävention ist immer einfacher als Heilung einer bereits bestehenden Erkrankung!

Dementsprechend sind meine Ernährungsempfehlungen bei bereits bestehender KHK auch strikter, als jene zur reinen Prävention.

Hier gilt es (zusätzlich zur Liste oben) folgende Lebensmittel strickt zu vermeiden:

  • alle Lebensmittel tierischen Ursprungs
  • Zucker und Auszugsmehle
  • mäßig bis stark verarbeitete Lebensmittel
  • alle Öle (Nüsse, Samen und Avocado als extrem hochwertige Fettquellen nutzen!)
    • vermeide vor allem: Palmöl, Kokosöl und Kakaobutter
  • Salz (alternative Würzmöglichkeiten: Miso, Tamari und verstärkt auf Gewürze zurückgreifen)

Vermeidet man diese Lebensmittel gibt man seinen Arterien die Chance, wieder zu heilen und ihre volle Funktion zu übernehmen.

Wissenschaftlicher Konsens

Die Studienlage darüber, dass all diese Lebensmittel schädlich sind, ist ziemlich eindeutig. Dies wurde mir letztes Jahr auf einem medizinischen Fachkongress klar.

Hier ist ein Auszug aus einem Vortrag von der bekannten Ernährungswissenschaftlerin  Dr. Brenda Davis auf dem „VegMed“-Kongress 2018 in Berlin:

IMG_20190308_112938.jpg

Er zeigt, dass Lebensmittel, die dem Herzen schaden, generell der Gesundheit eher abträglich oder schädlich sind!

Was kann ich denn dann noch essen?

Gerade wenn man sich bisher hauptsächlich von den oben genannten Lebensmitteln ernährt hat, ist die Umstellung groß!

Aber es lohnt sich! Je größer die Umstellung, desto größer aller Voraussicht nach auch die Erfolge!

Die vollwertig pflanzliche Küche bietet unzählige, leckere Möglichkeiten, um satt zu werden und zu genießen!

 

Fazit

Wenn du herzgesund bist solltest du zur Prävention auf gehärtete Fette, gesättigte Fettsäuren, ballaststoffarme und kaloriendichte Lebensmittel, sowie tierische Lebensmittel weitgehend verzichten.

Leidest du bereits unter Atherosklerose solltest du komplett auf tierische Produkte verzichten und zusätzlich jeglichen Zucker, Auszugsmehle, verarbeitete Lebensmittel, Öle und übermäßiges Salz vermeiden. So schaffst du die richtigen Bedingungen, damit sich deine Atherosklerose zurückbilden kann!

Du brauchst dabei nichts zu vermissen! Zahlreiche Rezeptideen hier und im Netz können dir bei der Umstellung helfen.

 

Quellen:

– VEGMED KONGRESS Berlin 2018