Gesund durch Meditation

Ein Blick nach Innen, der Wunder bewirken kann


Die Wirkungen der Mediation auf die Gesundheit sind unfassbar vielfältig und reichen von Blutdrucksenkung bis Schmerzminderung. Was kann man sich von Meditation alles versprechen? Wie wirkt sie? Und wie fängt man am besten damit an?

Bessere Gene exprimieren durch Meditation

Herbert Benson zeigt in seinen Studien, dass eine regelmäßige Achtsamkeitsmeditation schon sehr schnell einen positiven Einfluss auf die Genexpression hat. Das bedeutet: gesundheitsfördernde Gene werden verstärkt abgelesen. Hieraus resultieren viele der Wirkungen von der Meditation.

yoga-2176668_640.jpg

Länger leben durch Meditation

Eine weitere Studie zeigt:

Lässt man Menschen jeden Tag meditieren, verlängern sich schon nach 16 Tagen bei 74% der Probanden die Telomere.

Telomere befinden sich am Ende der DNA und nutzen sich im Laufe des Lebens ab. Ihre Länge gilt als Marker für Langlebigkeit.

Schon nach 16 Tagen täglicher Meditation entsprach die gemessene Verlängerung der Telomere einer Lebensverlängerung von 4-8 Tagen.

Wie das Herz von Meditation profitiert

Hier sind es vor allem die Wirkung auf den Blutdruck und das Stress-Level, die vorteilhaft sind. Beides wird durch Meditation bewiesenermaßen gesenkt.

Bei einer Meditation mit Aufmerkamskeitsfokus auf dem Herzen kann die Durchblutung des Herzens bewiesenermaßen gesteigert werden – schneller wirkt wohl kein Medikament.

Und auch Dr. Dean Ornish nutzt die Meditation in seiner Behandlungsmethode, mit der er bereits fortgeschrittene Atherosklerose rückgängig machen konnte.

Studienlage: Was sagt die American Heart Association?

Selbst die American Heart Association ist auf die Wirksamkeit der Meditation aufmerksam geworden. Sie hat eine Metaanalyse veranlasst, in der alle bisherigen Studienergebnisse zusammengefasst und ausgewertet wurden.

Auch wenn sie die Ergebnisse sehr vorsichtig formuliert gehen daraus spannende Wirkungen hervor! Vor allem, wenn man bedenkt, dass es sich „nur“ um Meditation handelt – eine einfache, kostenlose, harmlose und nebenwirkungsfreie Maßnahme.

Das Ergebnis:

  • mögliche lang anhaltende Effekte auf das Gehirn und seine Anatomie, von denen das Herz profitiert
  • Reduktion der Mortalität (=Sterblichkeitsrate) an Herzerkrankungen bei gesunden wie auch bereits an KHK leidenden Menschen
  • Verbesserung der psychologischen, psychosozialen und physischen Antwort auf Stress
  • potenzieller Vorteil bei der Rückbildung von Atherosklerose
  • mögliche Verbesserung der Funktion des Endothels bei Patienten mit bestehender KHK
  • ältere Studien legen Verbesserung von Leistungsfähigkeit beim Sport und verringerte myokardiale Ischämie (= besserer Blutfluss zum Herzen) nahe

IMG_20190307_110447.jpg


Weitere Studien sind noch vielversprechender

Sie zeigen, dass transzendentale Meditation bei bestehender KHK zu einer

Reduktion von kardiovaskulären Ereignissen (wie Herzinfarkt) um 48% über eine Periode von 5 Jahren führt.

Manche Studien zeigen sogar, dass Yoga und Meditation zur Verlangsamung oder sogar Rückbildung früher und fortgeschrittener KHK führen können.

IMG_20190307_110530
aus: Manchanda SC1, Madan K.: „Yoga and meditation in cardiovascular disease.“; Clin Res Cardiol. 2014 Sep

 

Weniger Schmerzen durch Meditation

Aber auch eine Schmerzminderung wird durch Meditation erreicht. Dieser Mechanismus beruht vor allem darauf, dass man durch Meditation lernt, sich vom eigenen Leiden zu distanzieren. Man geht in eine Beobachterposition, in der man nichts mehr bewertet. Dies hat durchaus einen spirituellen Anteil, aber es funktioniert auch für Menschen, die damit nichts zu tun haben wollen.

Wie wirkt Meditation?

Die  Antwort ist wahrscheinlich: Epigenetik! Viele der Wirkungen kommen durch ein verändertes Ablesen der Gene zustande.

Dieses veränderte Ablesen entsteht durch veränderte Gedankenimpluse und daraufhin ausgeschüttete Hormone und Botenstoffe in der Meditation, die auf die Verschaltungen in unserem Gehirn und auf jede Körperzelle wirken. Dies hat Dr. Joe Dispenza in vielen Studien und Untersuchungen nachgewiesen und beschreibt es in seinem Buch „Du bist das Placebo“.

Durch ein verlangsamtes Atmen kommt es zudem zu einer Verlangsamung des Pulses. Davon profitieren Herz, Blutgefäße und Organe. Vor allem bei Herzkrankheiten geht man nach heutigem Wissenstand davon aus, dass ein

langsameres Atmen mit einer längeren Lebensdauer verbunden ist.

Der italienische Forscher Luciano Bernadi aus Padua fand heraus, dass besonders positive Effekte bei Herzschwäche auftreten, wenn das Atmen auf 6 Atemzüge pro Minute verlängert wird.
Dies ist sowohl beim Yoga als auch bei der Meditation der Fall.

Wie fange ich an? – Finde deine Meditationspraxis!

Es gibt verschiedene Arten von Meditation, wie z.B. den Body-Scan oder die Achtsamkeitsmeditation nach Jon Kabat-Zinn oder auch die stille Meditation wie sie im Zen-Buddhismus praktiziert wird.

Auf Youtube findet man außerdem zahlreiche geleitete Meditationen, wenn einem die völlige Stille zunächst sehr befremdlich erscheint.

Regelmäßigkeit ist das A und O

Die Wirkungen der Meditation spürt man schon während der ersten Meditation. Damit sie anhalten empfiehlt sich aber eine regelmäßige, möglichst tägliche Meditationspraxis. Hierzu kann es helfen, sich zunächst nur 5 Minuten am Tag Zeit zu nehmen und die Länge dann nach und nach zu steigern.

 

Fazit

Durch eine tägliche Meditationspraxis kannst du deinen Gesundheitszustand enorm verbessern. Bessere Genexpression, gesündere Arterien, Schutz vor Herzinfarkt und Senkung des Blutdrucks sind nur einige der positiven Wirkungen.

Setze dir am besten ein realistisches Ziel für eine tägliche Meditation. Das können zunächst nur 5 Minuten sein. Eine Steigerung ist immer möglich. Finde hierbei eine Meditationstechnik, die zu dir passt.

Halte deine tägliche Meditationspraxis ein, um langfristig von den positiven Wirkungen zu profitieren!

 

Quellen:

LITERATUR:
– „Du bist das Placebo“, Dr. Joe Dispenza
– „Heilen mit der Kraft der Natur“, Dr. Andreas Michalsen

PUBMED:
– Levine GN, Lange RA, Bairey-Merz CN, Davidson RJ, Jamerson K, Mehta PK, Michos ED, Norris K, Ray IB, Saban KL, Shah T, Stein R, Smith SC Jr; American Heart Association Council on Clinical Cardiology; Council on Cardiovascular and Stroke Nursing; and Council on Hypertension.: „Meditation and Cardiovascular Risk Reduction: A Scientific Statement From the American Heart Association.“; J Am Heart Assoc. 2017 Sep
– Manchanda SC1, Madan K.: „Yoga and meditation in cardiovascular disease.“; Clin Res Cardiol. 2014 Sep

PODCAST:
– „Warum deine Gedanken zu deiner Realität werden – Interview Special mit Dr. Joe Dispenza“; Laura Malina Seiler; https://lauraseiler.com/192-warum-deine-gedanken-zu-deiner-realitaet-werden-interview-joe-dispenza/

BILDER:
– Pixabay: https://pixabay.com/de/

2 Kommentare zu „Gesund durch Meditation

  1. Ich finde es toll, dass Meditation endlich genauer erforscht wird. Zu den Forschungsergebnissen passt auch die Annahme aus dem Buddhismus, dass uns eine bestimmte Anzahl an Atemzüge pro Leben zur Verfügung steht und wir durch eine verlangsamte Atmung unser Leben verlängern können. Das eine ist ein naturwissenschaftlicher Ansatz, das andere ein spiritueller und doch kommen sie zum gleichen Schluss.

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Sophie! Ich finde es auch toll, dass Spiritualität und mentale Gesundheit genauso zu einem gesunden Herzen Beitragen wie andere Maßnahmen! Wirklich spannend, was die Forschung dazu in den letzten Jahren herausgefunden hat!

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s